Gesichtsrose - Herpes Zoster - Gürtelrose


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Herpes Zoster
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Herpes Zoster wird auch Gürtelrose genannt. Sie ist eine Folgekrankheit der Windpocken, die jedoch erst Jahrzehnte nach der Windpockenerkrankung auftritt.

Wenn die Gürtelrose im Gesicht auftritt, nennt man sie Gesichtsrose.

Symptome

Zuerst schmerzt und brennt es im betroffenen Hautbereich. Der Hautbereich wird vom Verlauf desjenigen Nerven bestimmt, der das Hautgebiet versorgt.

Manchmal kann es auch zu leichtem Fieber, Müdigkeit und Abgeschlagenheit kommen.

Zwei bis drei Tage nach dem Beginn der Schmerzen röten sich die Hautgebiete, schwellen an und es kommt zu Bläschen. Die Bläschen füllen sich mit klarer oder eitriger Flüssigkeit, an der man sich in seltenen Fällen anstecken kann.

Nach einigen Tagen platzen die Bläschen auf, trocknen ein und verschorfen. Dieser Verschorfungsprozess kann mehrere Wochen dauern.


Wer Symptome der Gürtelrose entdeckt sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Verlauf der Krankheit kann leider sehr schmerzhaft sein.

Verlauf

Die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihrer Kindheit mit dem Windpocken-Virus (Varizella Zoster) und machen mehr oder weniger heftig die Krankheit Windpocken durch. Gegen eine Neuinfektion mit Windpocken ist man anschliessend immun, doch der Windpocken-Virus verbleibt im Körper und versteckt sich im Rückenmark.

In Zeiten von Stress oder bei einem geschwächten Immunsystem werden diese versteckten Viren dann nach Jahrzehnten wieder aktiv und rufen in den meisten Fällen eine Gürtelrose im Bereich der Rippen hervor.

In seltenen Fällen tritt die Gürtelrose jedoch im Gesicht auf.

In der Vorphase, die sich einige Tage hinzieht, treten vor allem Schmerzen auf.

Dann kommt es, wie oben beschrieben, zu den typischen Bläschen, die wochenlang bestehen bleiben.

Erst nach quälend langer Zeit heilen die Hauterscheinungen wieder komplett ab.

Komplikationen

Bei Befall des Gesichtes kann es zu Lähmungserscheinungen der Gesichtsmuskeln kommen. Auch ein Verlust des Geschmacksinnes kommt vor.

Wenn das Auge betroffen ist, kann man durch Hornhautvernarbung blind werden und bei Vefall des Ohres vorübergehend oder dauerhaft schwerhörig oder gar taub.

In seltenen Fällen, vor allem bei besonders schwachem Immunsystem (z.B. bei AIDS, nach Chemotherapiebehandlung, nach Organtransplantationen), tritt Herpes Zoster am ganzen Körper auf. So eine generalisierte Gürtelrose ist lebensbedrohlich.

Auch Gehirn- oder Gehirnhautentzündungen treten nur sehr selten als Komplikation der Gürtelrose auf und vorwiegend bei besonders schwachem Immunssystem.

Manchmal bleiben die Nervenschmerzen auch nach der Abheilung der Bläschen bestehen. Man spricht dann von einer Post-Zoster-Neuralgie.

Behandlung

Gegen den Windpockenvirus gibt es Medikamente mit dem Wirkstoff "Aciclovir". Dabei handelt es sich um ein Virostatikum, also ein Mittel, das das Wachstum des Virus bremst.

Ausserdem werden meistens Schmerzmittel gebraucht, um die starken Schmerzen auszuhalten.

Die nässenden Bläschen kann man einpudern, z.B. mit Bärlappsporen

Externe Links

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